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Von Schottland nach North Carolina: Eine Reise, die mein Leben verändert hat – mit Mike McIntyre
„Es ist seit langem die Politik sowohl der Krone als auch meine eigene, Herr Fraser, die Besiedlung der Kolonie North Carolina durch kluge, fleißige und gottesfürchtige Familien zu fördern, um den Wohlstand und die Sicherheit aller zu stärken (…) wurden zahlreiche Highlander und Familien von den schottischen Inseln dazu bewegt, hierher zu kommen und sich niederzulassen. Als ich ankam, war ich wirklich erstaunt, an den Ufern des Cape Fear River so viele MacNeills, Buchanans, Grahams und Campbells zu sehen!“ – Diana Gabaldon, „Drums of Autumn“
Der obige Auszug stammt aus Diana Gabaldons Roman „Drums of Autumn“, dem vierten Band der „Outlander “-Reihe. Die Reihe verbindet, wie ihr wahrscheinlich wisst (oder, falls nicht, hier ist eine kurze Zusammenfassung der Fernsehserie), auf geschickte Weise Elemente aus Geschichte und Fantasy zu einer romantischen Geschichte, die auf dem Jakobitenaufstand von 1745 basiert. Die Geschichte geht weiter, als die beiden Hauptfiguren, Claire Randall und der Highlander Jamie Fraser, in Wilmington, North Carolina, ankommen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Wie jeder andere historische Roman basiert auch „Outlander“ auf realen Ereignissen, lässt aber auch kreative Elemente zu, um die Erzählung zu bereichern. Die Figuren sind größtenteils fiktiv, doch die Prämisse ist historisch korrekt.
Wann wanderten die Schotten aus den Highlands nach North Carolina aus?
Nach der Schlacht von Culloden im Jahr 1746 wanderten viele Schotten in die Vereinigten Staaten aus, und North Carolina wurde zur Heimat von mindestens 20.000 Highlandern. Die Geschichte lehrt uns, dass sich diese Schotten trotz ihrer Unterschiede in Kultur, Sprache und Religion nicht nur anpassten, sondern auch zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft des „Old North State“ wurden. Dennoch vergaßen sie weder ihre Heimat noch ihre Traditionen, und als gute Kämpfer, die sie waren, waren sie stets bestrebt, ihre Bräuche am Leben zu erhalten. Clan-Treffen waren ein fester Bestandteil ihres Lebens, und bis heute finden unter den Einwohnern North Carolinas, deren Vorfahren aus Schottland stammen, Feste und Zusammenkünfte statt.
Im Jahr 1956 gründeten Agnes MacRae Morton aus Linville, North Carolina, und Donald F. MacDonald aus Charlotte, North Carolina, gemeinsam die Grandfather Mountain Highland Games, eine beliebte Veranstaltung, bei der „die Clans offiziell zusammenkommen, um ihr schottisches Erbe zu feiern“. Das Fest ist ein großartiges Zeichen dafür, wie lebendig die schottische Präsenz im gesamten Südosten des Bundesstaates nach wie vor ist. Wir freuen uns darauf, eines Tages daran teilzunehmen!
Ein Interview mit Mike McIntyre
Es war uns eine Ehre, den ehemaligen Kongressabgeordneten und Co-Vorsitzenden des „Friends of Scotland Congressional Caucus“, Mike McIntyre, interviewen zu dürfen. Das vollständige Interview können Sie hier ansehen:
In seinem faszinierenden Einblick in das politische Leben der USA informierte uns Mike über die Bedeutung der Gründung eines Caucus und die Gründe für die Gründung der „Friends of Scotland“. Wie er erklärte, begann „Friends of Scotland“ als eine Gemeinschaft, die nicht nur durch gemeinsame Vorfahren, sondern auch durch das gemeinsame Ziel verbunden war, eine Kultur am Leben zu erhalten. Mittlerweile haben sie sogar ihren eigenen Tartan, und Mike trug seinen stolz während des Interviews!
Mike erzählte uns außerdem, wie seine Vorfahren namens MacIntyre an Bord des Schiffes „Jupiter“ (hier ist ein Link zur Passagierliste des Schiffes, falls Ihre Vorfahren auch dabei waren) von der Insel Lismore auf den Inneren Hebriden nach Wilmington, North Carolina, kamen. Wie er erklärt, waren es seine schottischen Vorfahren, die die First Presbyterian Church in Lumberton, North Carolina, finanziell unterstützten – genau jene Kirche, in der er aufgewachsen ist. Einer seiner Vorfahren hatte tatsächlich irgendwann das Amt des „Clerk of Session“ inne, ebenso wie Mikes Vater und Mike selbst.
Er beschreibt voller Freude, wie er das Buch „The Scottish Highlander Carmichaels of the Carolinas“ entdeckte, eine genealogische Aufzeichnung über die Nachkommen einer Gruppe von Carmichaels aus den schottischen Highlands, die sich im 18. Jahrhundert nach North und South Carolina aufmachten. Dank der darin enthaltenen Informationen konnten Mike und seine Familie die Grabstätten seiner Vorfahren ausfindig machen und mehr über deren Alltag erfahren.
Es gibt viele inspirierende Geschichten über die schottische Auswanderungswelle nach North Carolina zu erzählen. Wir haben diesen Blog mit einem Zitat aus einem Roman begonnen und ihn mit dem Bericht eines direkten Nachfahren zweier Schotten abgerundet, die vor all den Jahren nach Amerika ausgewandert sind. Als Fan der Serie war es faszinierend, Mike zuzuhören, wie er diese Anekdoten so nachdenklich und sorgfältig erzählte. Und Tatsache ist: Manchmal ist die Realität besser als die Fiktion.
Wir möchten uns ganz herzlich bei Mike und seiner Familie dafür bedanken, dass sie sich mit Anna zu einem äußerst interessanten Interview getroffen haben, und wir können es kaum erwarten, North Carolina bald einmal zu besuchen. Wir bei ScotlandShop freuen uns immer über eure Geschichten. Möchtet ihr eine Anekdote aus eurer Familiengeschichte teilen? Meldet euch bei uns und lasst es uns wissen.